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Dem Erwachsen werden gewachsen sein – Welcome to #069 // Mood.

„Hallo Mr. Google,
ich bitte sie – kurzfristig, dessen bin ich mir bewusst, für morgen alle Termine zu streichen. Kommende Woche können diese dann wieder stattfinden und natürlich weiter Einzug halten. Ab morgen bin somit nicht erreichbar, ich bitte Sie eine Abwesenheitsnotiz einzustellen. Gründe müssen nicht genannt werden, denn ich bin nun erwachsen! Ich kann, darf und werde mir freinehmen, wann immer ich es für richtig, notwendig oder für unvernünftig toll empfinde.
Mit freundlichen Grüße,
Ich“

TANZEKIND_AnniGrebner

Nach einem Anruf aus der Heimat entschied ich mich spontan meinen Koffer zu packen. All dies mit- und an die Hand zu nehmen, was mir eben lieb ist und mich gen #069 zu verabschieden. Das kann ich jetzt, denn ich bin erwachsen. Ich habe das passende Kleingeld für die berühmte Sparangebote der Deutschen Bahn, und dies kann natürlich keine bessere Investition finden. Heimreise. Ich kann meine Termine verschieben, absagen, verlegen. All das ist kein Weltuntergang mehr, wow – sollte es dies doch noch nie gewesen sein. Mein Intro? Natürlich könnt ihr euch denken, dass ich nicht mehr minderjährig und einigermaßen zurechnungsfähig bin. Was mir aber auf meiner Reise nach Frankfurt durch den Kopf flippt ist die Entwicklung der letzten Jahre, der zunehmende Vergleich, was nun erwachsen heißt und ob dies eine Reise ist, die irgendwann endet um den Weg zum Part II des Lebens ebnet.
Die 30 rückt näher und ich freue mich. Doch kommen auch Gedanken auf, ob all meine Wünsche, die ich mir so zurecht gelegt habe, schon im Ansatz ihren Startschuss gehört haben. Habt ihr?
Resumé: In gleichem Maße wie es o.k. ist erwachsen zu werden, ist es auch sich darüber Gedanken zu machen. Unser Leben ist ein kleines rhizomartiges Geflecht, wir dürfen und können alles. Wir können jegliche Abzweigungen der multiplen Verwurzelung gehen, ganz neue Bilden und unseren Weg finden. Auf dieser Seite meines Buches bin ich gerade und was könnte es feineres geben, als sich an den Ort zurückzuziehen, an dem alles begann – auch Heimat genannt.

Mein Ziel diesen Wochenende ist es meine Heimat, mein Zuhause und all was dazu gehört neu zu erkunden. Ganz stressfrei! Drei Tage in der Heimat aber eben nicht Zuhause. Ein Hotel musste her, ein Notizblock, ein Stift, um euch so mit auf meine Reise zu nehmen. So lasse ich meine Gedanken mal außen vor und lediglich meine Notizbücher sollen sich füllen. Der Kopf hingegen darf sich auf gähnende Lehre vorbereiten.

Welcome to #069!

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Wir starten im Hier und Jetzt – Wir starten im 25hours Hotel by Levi’s. Es gibt kaum einen besseren Ort, um zwei Nächte im Frankfurter Himmel zu verbringen. Das Design Hotel liegt mitten in meinem liebsten Viertel der Stadt: Bahnhofsviertel it is. Warum? Hier her zu kommen heißt für mich auch nach 28 Jahren immer wieder neues erleben zu dürfen. Die Stadt entwickelt sich ungeheuer schnell. Nicht nur die Gastronomieszene, sondern vor allem die Kunstwelt stellt in Frankfurt für festgefahren Geglaubtes auf den Kopf. Doch nichts da Schnelllebigkeit, denn all was hier entsteht, entsteht mir dem Konzept der Nachhaltigkeit. Die Frankfurter wollen in Frankfurt bleiben, ihr Leben leben und vor allem mitbestimmen.

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Tipp #1: Zieht durch die Straßen ohne einen Plan, stellt euch dem was eben auch Frankfurt heißt. Drogen werden am hellichten Tag konsumiert und Schicksale bröckeln nicht selten dahin. Aber eben auch das ist, was die Realität hier ausmacht. Das ist natürlich nicht alles, feine Cafés, Streetart & Co. werden euch auf dem Weg durch das Bahnhofsviertel begegnen.

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Tip #2: Kunst findet ihr mehr als genug. Hier solltest ihr euch also einen Plan machen. Neben temporär angelegten Ausstellungen sind für mich das MMK und die Schirn immer ein Muss. So auch dieses Mal. Es fühlt sich gerne auch nach dem Besuch bei alten Freunden an, wenn man an der Sammelausstellung Wolfgang Tillmans im MMK vorbeiläuft oder seine Kreise durch die wunderbare Architektur der Schirn zieht.

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Zwischenstopp: Dann im traditionellen Wacker’s Kaffeehaus oder doch im Place to be direkt um die Ecke.

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Tip #3: Zuvor gab es sicherlich den ein oder andern Kaffee oder gerne auch Vino in der Kleinmarkthalle. Austern findet ihr hier natürlich auch und wenn man die Augen zu macht, kann man sich vor feinsten Gerüchen kaum mehr retten.

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Tip #4: Ab ins Ostend. Hier haben die Städteplaner Frankfurts einiges zu tun gehabt. So durfte auch das Lola Montez wieder einen Platz finden und mit Kunst, Kultur und Schabernack weiter machen, wie einst in der Frankfurter Innenstadt bevor es gezwungenermaßen das Weite suchen musste.

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Tip #5: Vom Ostend solltet ihr einen kleinen Ausflug nach Offenbach wagen, Im Hafen 2 einen Äppler trinken und schon einmal das Robert Johnson von außen begutachten. Hier werden ihr dann hoffentlich die ein oder andere Nacht auf dem Holzboden tanzen bevor die Sonne nur für euch aufgeht.

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Tip #6: Dinner, Snacks & Co. greift ihr dann am besten auf dem Rückweg gen Hotel im Bahnhofsviertel ab. Maxi Eisen für die besten Pastrami-Variation auf Erden. Pizza bitte bei Montana und zum Teilen ab ins Pak Choi. . Hier habt ihr folgende Auswahl und im Prinzip habt ihr keine Wahl jedes der Restaurants auszuprobieren bevor ihr auf einen letzten Drink im Plank landet.

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Happy 069 – Happy Heimat und nach ein paar Tagen, dann auch wieder Happy Tanzekind*

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Farbige Gläser *für noch mehr Emotionen – ASOS
Comfy Cape *das Reiseaccessoire – Capemädchen
Sneacker *Das Muss – Adidas Originals 
Hose *Mit Gummizug –Mango

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Merci, 25hours Hotel by Levi’s!