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ARTIII ­– Launch des Solidaritäts-Shirts gegen Diskriminierung // GOOD CAUSE

Jeden Tag drücken wir uns aus. Jeden Tag nutzen wir ein oder gleich mehrere der Medien, die uns hierfür bereitwillig zur Verfügung stehen. Darunter nicht nur digitale Medien oder klassische Kommunikationskanäle, auch wir sind eine Art Medium und eignen uns Dinge und somit auch Botschaften an, die wir täglich vermitteln. Sei es, dass wir uns in einem Gespräch, Chat oder Telefonat zu dem ein oder anderen Thema äußern. Auch unser Verhalten und Gesten, die wir erwidern oder blockieren zeugen von einer Stellung, die wir einnehmen oder eben auch nicht. Oft sind es aber die leisen Dinge, mit welchen wir uns in das Universum einschreiben, durch das was wir tragen zum Beispiel. Mode.“Position statt Pose“, hat es Fabian Hart in seinem Artikel genannt.
Um was es hier geht? Um ein neues wundervolles Projekt, das Fabian Hart gemeinsam mit einer Gruppe von Studenten November 2016 umgesetzt hat. ART III. #artdrei

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Damit zeigt Fabian Hart und 14 Meinungsmacher bzw. Kampagnenprotagonisten einmal mehr das Mode eines der wichtigsten Ausdrucksmedium in unserer Gesellschaft ist. In einer Zeit, in der wir uns mehr als zuvor mit Entwicklungen beschäftigen sollten, die uns nicht nur über die Medien zugänglich gemacht werden, sondern uns im Hier und Jetzt, im täglichen Leben betreffen. Wir selbst sind daran zu bewegen und Bewegungen zu beeinflussen.

Auslöser für des Projekts war das Attentat von Orlando im Juni 2016. Ein Anschlag, der die Allgegenwärtigkeit von Terror und Diskriminierung radikal aufzeigte und schmerzlich vor Augen führte. „Welche Möglichkeiten bietet das Berufsfeld Mode, Solidarität auszudrücken und jenseits von Pose Haltung einzunehmen und diese zu demonstrieren?“ So die Frage, die hinter dem Projekt ART III stand.

Das Solidaritäts-T-Shirts, steht für Artikel 3 GG, unser Grundrecht auf Gleichheit. Alle Menschen sind gleich nach dem im Deutschen Gesetzgebung (GG, AGG) definierten Inhalten. Dies ganz unabhängig von Merkmalen wie Geschlecht, Herkunft, Glauben oder Sexualität. Durch dieses Projekt wird nicht nur an dieses Grundrecht appelliert, sondern diese juristischen geschaffene Grundlage in den Kontext der Straße gebracht. Es eröffnet sich ein Raum, den wir uns aneignegn und einmal mehr bespielen sollten, um zum Ausdruck zu bringen für was wir stehen, stehen sollten, bereit sind zu kämpfen und zu demonstrieren.

„Das Gesetz ist die Basis unserer Gesellschaft – so wie ein T-Shirt ein Basic unseres Alltags ist“ ART III. #artdrei

Hierzu noch ein paar Worte aus dem wundervollen Beitrag von Fabian Hart selbst:

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„…inwiefern Mode auch Ausdrucksmedium sein kann, darf, soll. Position statt Pose. Längst geht es nicht mehr nur um Orlando und andere Anschlagsorte. Es geht nicht länger nur um den Terror der IS, sondern um den Terror der Angstbürger und derer, die sie zu ihrer eigenen Machtergreifung ausnutzen. Die Schuldige suchen und sie in denen finden, die anders leben, fühlen und aussehen. Die Angst vor einer neuen Welt, die sich noch nicht bewährt hat. Angst vor Überfremdung, einem Werteverfall, vor Grenzenlosigkeit, dem Ende des Patriarchats, vorm Nicht-Weiterwissen, dem Chaos. Diese Furcht ist es, die der AfD und Pegida in Deutschland eine Stimme gibt. In Großbritannien den Brexit
Je beschlossen hat. Und Trump zum nächsten Präsidenten der USA macht.

Wir leben in einer Zeit, in der nichts mehr nicht politisch ist. Wir sind nicht länger die Unbeschwerten, deren gutes Leben von anderen gesichert und organisiert wird. Unsere Demokratie ist keine unwiderrufliche Errungenschaft unserer Geschichte. Wir selbst müssen sie sichern, unsere Grundrechte leben.“
[ http://www.fabianhart.com/projekt-artdrei-grundgesetz/ ]

Weitere starke und mutige Unterstützer des Projekts sind neben Carl Jakob Haupt (Dandy Diary), Nike van Dinther (This is Jane Wayne), Herbert Hofmann (Voo Store), Clemens Schick (Schauspieler),  Patrick Mason (Art Director) auch Adrian Bianco (Biancissimo & Vice), Kira (Indie Mag), Olive Duran, Mary Scherpe (Stil in Berlin), Suzie Grime, Willy (Dressed like Machines) und Leni (Paperboats).

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Das Shirt bekommt ihr ab sofort über die Kleiderei, deren Gründer Pola und Thekla selbst zu einen der Unterstützer dieses Projektes gehören.

Das Solidari-T-Shirt ist ab dem 16.11.2016 in einer limitierten Auflage unter artdrei.bigcartel.com  für 40€ erhältlich. Zugleich kommen die Erlöse dem Hamburger Verein Basis und Woge zugute. Ein Verein der Jugendliche unterstützt, die in ihrem Alltag auf verschiedenste Weiser Diskriminierungen ausgesetzt sind, sei aufgrund ihrer Sexualität, Hautfarbe, Herkunft und somit Tradition oder Religion.

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Fotos // Marlen Stahlhuth 
Gruppenbild ARTIII  // Roman Rätzke

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Danke an das wundervolle Team von Fabian Hart
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Kommentare

  1. Werden die T-Shirts nachproduziert?

    Luise
    13. Dezember 2016