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19/09/2018 – Ein Reisetagebuch durch die Schweiz

Es gibt sie nur noch ganz selten, die ganz ausführlichen Geschichten. Dank Instagram, Facebook & Co. sind unsere Tagebücher kaum und nur selten gespickt mit tollen Geschichten. Speichern wir unser Selbst doch angeblich viel realer und vor allem in Echtzeit in den digitalen Medien ab.

Wie verändern sich also unsere Berichte, die wir mit anderen teilen? Aber auch Dinge, die uns auf einmal interessieren, unsere Aufmerksamkeit bekommen? Wie unsere Reiseziele oder aber auch tägliche Aktivitäten? Die Frage, wie lassen wir uns beeinflussen und wie beeinflussen wir? Dies und noch viele weitere Fragen wurden Anfang September bei einem ersten sogenannten Influencer Summit der Schweiz aufgeworfen. So kamen Influencer aus der ganzen Welt zusammen mit Experten des Schweizer Tourismusverbands aber auch eben der Dienstleister, die Plattform des digitalen Reiseberichts oder sagen wir Reisetagebuch bieten, wie Instagram und Facebook.

Insights des Influencer Summits, neben den oben genannten Fragen, wurde wild diskutiert und viele kamen zu dem Entschluss, dass wir kaum noch genießen. Das wir nicht nur am laufendem Band konsumieren, sondern eben auch produzieren. Zudem müssen Kooperationspartner und Influencer enger zusammenarbeiten, gemeinsam Konzepte entwickeln, die nicht nur individuell gestaltet werden, sondern eben auch Raum lassen für das wirkliche Erlebnis. Das Zauberwort ‚Co-Creation‘ findet also nicht nur im klassischen sondern auch im Online Marketing großen Anklang. Unternehmen und Influencer kollaborieren nach dem grundlegenden Prinzip, dass Influencer und das Unternehmen, der Kooperationspartner, durch eine besonders enge Art der Zusammenarbeit, Synergieeffekte erschaffen. Diese letztendlich nicht nur beispielsweise die Reise selbst und das Erlebnis, aber natürlich auch den Output und daraus resultierenden Content, qualitativ und sicherlich auch quantitativ steigern.

Wie sich dies auf meine Reiseberichte in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Tourismusverband ausgewirkt hat, seht ihr gleich hier. Meine Reise führte mich von Zürich überMontreux Riviera nach Gstaad und zurück nach Zürich. Mein Fokus lag dabei auf dem Genießen, wahrnehmen und darauf Momente vor allem und in erster Linie für mich festzuhalten, um diese im Anschluss mit euch zu teilen.

Berichte aus Montreux Riviera – Aus den Bergen, von den Seen und einem Stück Natur, das seines gleichen sucht

Alles begann mit einem lauen Sommermorgen. Montreux Riviera und die Umgebung um Vevey sind es wert, sich am Morgen Zeit für einen Spaziergang zu nehmen. Die Gegend und vor allem den wunderbaren Sonnenaufgang über dem See Montreuxs zu bestaunen.
Vielleicht sogar eine kleine Runde zu schwimmen, so wie es die Alteingesessenen sogar noch vor dem Sonnenaufgang tun.

Natürlich begegnet man auch dem ein oder anderen Einwohner, der es auf ein morgendlichen Plausch oder eine Runde tiefsinnige Unterhaltung abgesehen hat. So wie dieser Kandidat gleich hier. 

In Montreux wird viel für die Allgemeinheit aber auch den Tourismus getan. So ist es wichtig, Dinge zu belassen, wie sie nun einmal sind. Neben Museen wie das Alimentarium, die sich voll und ganz dem widmen, was in der Umgebung wächst und uns als Nahrungsmittel dient oder die kleinen Weinberge, die es zu erkunden gibt. Alles bleibt beim Alten und ist deswegen so wunderbar. Winzer sprechen darüber wie sie und schon ihre Vorfahren Wein anbauten, diesen selbst tranken und ab und zu auch verkauften. All diese kleinen Geschichten haben dazu geführt, dass ich auch noch Wochen nach meinem Besuch sehr schnell wieder zurückkommen möchte.

Wer hat diese Gabel versehentlich im See hat stehen lassen? Man kann es ihm nicht verübeln, bei all dem guten Essen, aber eben auch Wein! 

Berichte aus Gstaad – Der ganz eigenen Welt und vielleicht dem einzig wahren Paradies

Angekommen in Gstaad, wird eines gleich deutlich, hier zu leben ist teuer. Wie sollte es auch anders sein, in solch einem Paradies. Wer hier lebt ist stolz darauf aber wohl kaum abgehoben, sondern schafft es mit jeder Geschichte seinen Gegenüber zu verzaubern und gleichzeitig auf den Boden der Tatsachen zu holen.

Kaum ein Ort schafft es Kultur, Tradition und Luxus so zu vereinen, dass es ein so entspanntes Bild abgibt. Ich stelle mich auf das ein, was mich erwarten und bin bereit. Nicht nur für das Cricket Spiel im Hotel Bellevue.

 

 

 

 

 

 

Jedes einzelne Detail ist es wert sich zu verlieben. Vorsicht also geboten, wenn ihr wie ich die kleinen Dinge und Schönheiten schätzt und seht!

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es, denn neben all den wunderbaren Orten im Tal, ist für mich das wahre Paradies einzig allein die Natur. Gstaad ist im Sommer ein ganz wunderbares Ziel für all die Abenteurer, die es lieben hoch oben in den Bergen zu wandern. Die ein oder andere Nacht auf einer Hütte ohne Strom und fließend Wasser zu verbringen, um sich anschließen ihr Frühstück auf der Käsealm um die Ecke zu verdienen. Das würde dann in etwa so aussehen!

 

So soll sie aussehen die Belohnung für Fleiß und gute Arbeit. Umso heller der Käse umso jünger ist er. Der hellste auf diesem Bild ist nich einmal ein paar Tage als und schmeckt schon als komme er direkt aus dem Käsehimmel.

Im übrigen, hier werde ich den kommenden Sommer ein paar Wochen verbringen, um aus Molke Käse zu machen und die restliche Molke mit Vergnügen den kleinen Schweinchen zu geben. Sehr dankbare Tiere! So auch der Almwirt hier, er freut sich schon auf meine fleißigen Hände. Bis dato hat er nämlich noch nichts von meinem unglaublichen und unendlichen Käsehunger gehört.

 

Was Gstaad noch zu bieten hat und was für mich die absolute Freiheit bedeutet, einen Gletscher von über 3000 Meter. Der Glacier 3000 gleicht einer Mondlandschaft und lässt uns spüren, welch ein kleiner unwichtiger Teil wir in dieser Welt eigentlich sind und wie sehr wir das achten sollten, was die Natur uns in die Hände legt.
Denn auch der Gletscher bekommt es mit der globalen Erderwärmung zu tun. Das Wasser rauscht nur so unter den Eisplatten und es Bedarf größter Vorsicht, mit den Pistenfahrzeugen im Sommer, die Landschaft zu passieren.

Gedanken über dies und so vieles mehr, kann man bei einem Spaziergang durch die Wolken, freien Lauf lassen. Der Besuch auf dem Glacier 3000 ist ein reiner Nervenkitzel, Tag voller Freude und so auch ganz wundervoller Abschluss meiner Reise durch die Schweiz.

Resumé. Meine Antwort auf die Frage. Wie war es? Es war wundervoll und ich bin dankbar für die Möglichkeit einer solchen Reise. Meine Koffer sind gepackt und ich werde Montreux als auch Gstaad schon im Winter auf eigene Faust bereisen. Eine Hütte ist bereits gemietet und Schneeschuhe bestellt. Es war ein Erlebnis was seiner gleichen sucht. Ich habe Wein pflücken, Käse herstellen und Kühe streicheln dürfen. Mich eigens von einem Berg gerettet, als ein Gewitter mit voller Wucht über die Gebirge zog. Abenteuer pur ganz im Tanzekind Stil. Falls ihr Fragen habt und mehr Details zu feinen Unterkünften oder gar der Anreise an sich haben wollt, hinterlasst gerne das ein oder andere Kommentar oder schaut auf der Seite des Schweizer Tourismusverbandes vorbei.

 

Wir, die liebe Almut und ich, wünschen euch eine tolle Zeit, falls ihr euer ganz persönliches Abenteuer in die Schweiz antreten solltet.

Auf bald,
Anni